Geschichten, die bleiben

Manchmal beginnt das eigene Leben dort, wo der alte Plan endet.

Ich schreibe Romane über echte Nähe, mutige Entscheidungen und Menschen, die ihren eigenen Weg finden — auch wenn er anders aussieht als erwartet.

Buch-Mockup des Romans Was, wenn ich bleibe? von Manuela Plaisier nach dem vollständigen Originalumschlag

Erscheint bald

Debütroman

Was, wenn Liebe nicht bedeutet, sich zu entscheiden — sondern ehrlich hinzusehen?

01
Was, wenn ich bleibe? – Paperback-Mockup nach dem vollständigen Originalumschlag

Der Debütroman

Was, wenn ich bleibe?

Floras sicher geglaubtes Leben zerbricht in einem einzigen Gespräch. Was danach kommt, ist kein gerader Weg zurück — sondern die Frage, wie viel Wahrheit Liebe aushält.

Zwischen einer neuen WG, alten Erwartungen und zwei ganz unterschiedlichen Männern entdeckt Flora, dass Glück nicht immer in die Formen passt, die andere dafür vorgesehen haben. Ein moderner Liebesroman — aber keine klassische Liebesgeschichte.

GenreModerner Liebesroman
FormateSoftcover & E-Book
ISBN978-3-98631-160-5
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Zwischen den Zeilen

Eine Geschichte über …

01

Neuanfänge

Wenn ein Ende plötzlich Raum schafft für ein Leben, das vorher noch nicht denkbar war.

02

Nähe

Über Freundschaft, Wahlfamilie und die Menschen, die bleiben, wenn Pläne zerbrechen.

03

Mut

Den eigenen Gefühlen zu vertrauen — auch gegen Konventionen und einfache Antworten.

04

Liebe

Nicht als fertige Lösung, sondern als ehrliches, manchmal unbequemes Miteinander.

02

Über die Autorin

Hallo, ich bin Ela.

Eigentlich heiße ich Manuela — aber alle nennen mich Ela. Texte sind mein Zuhause. Ich liebe es, Gedanken in Worte zu verwandeln und Geschichten ihren ganz eigenen Ton zu geben.

Bei twenty seconds habe ich schon unzählige Buchprojekte begleitet und mich mit Manuskripten, Geschichten und Texten in all ihren Facetten beschäftigt. Dabei erlebe ich jeden Tag, wie aus ersten Gedanken Bücher werden. Irgendwann ließ mich der Gedanke nicht mehr los, selbst einen Roman zu schreiben.

Die Idee zu Was, wenn ich bleibe? begleitete mich über viele Jahre. Ich begann zu schreiben, legte Pausen ein, verwarf Seiten und dachte die Geschichte im Kopf trotzdem immer weiter. Nach drei Jahren intensiver Arbeit wurde daraus mein Debüt — ein moderner Liebesroman, aber keine klassische Liebesgeschichte.

Mich interessieren die Träume, die Menschen in sich tragen, und die vielen Facetten des Lebens in einer Gemeinschaft. Ich finde, es ist heute unheimlich schwer, nicht einfach mit dem Strom zu schwimmen. Die eigene Stimme zu finden und zu dem zu stehen, was man denkt, fühlt und für richtig hält, erfordert Mut — in einer Partnerschaft ebenso wie im gesellschaftlichen oder politischen Miteinander. Menschen, die diesen Mut aufbringen, bewundere ich. Sie inspirieren mich, auch selbst mutig zu bleiben — im Leben und beim Schreiben.

Und Flora lässt mich noch nicht los. Ihre Geschichte geht weiter: Band 2 und 3 sind bereits in Planung, und ich schreibe fleißig an den nächsten Kapiteln.

Ich lebe mit meinem Mann, unseren zwei Kindern und vielen Tieren mitten auf dem Land in Ostfriesland. Meine Familie ist mein Rückhalt und das Wichtigste in meinem Leben. Hier bin ich am glücklichsten: draußen in der Natur, auf dem Fahrrad oder unterwegs mit unserem Hund. Während die Welt immer schneller und lauter wird, versuche ich privat ganz bewusst, einen Gang herunterzuschalten. Das gelingt nicht immer — aber das Leben auf dem Land erinnert mich jeden Tag daran, was wirklich zählt.

Autorin Manuela Plaisier

„Manche Geschichten bleiben so lange im Kopf, bis man ihnen endlich Worte gibt.“

03

Ein erster Blick

Leseprobe

Leseprobe 1

Kapitel 1

Helge faltet das Geschirrtuch.

Nicht einmal. Nicht irgendwie. Er legt es erst der Länge nach zusammen, streicht mit der flachen Hand darüber und faltet es dann noch einmal in der Mitte. Anschließend hängt er es über den Griff vom Backofen. Beide Seiten sind exakt gleich lang.

Ich sitze am Küchentisch und sehe ihm dabei zu.

Seit ungefähr drei Minuten.

„Willst du dich nicht setzen?“, frage ich.

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„Gleich.“

Er nimmt meine Tasse von der Arbeitsplatte und stellt sie vor mich. Der Henkel zeigt nach rechts. Tut er immer. Helge weiß, dass ich Rechtshänderin bin und dass ich meinen Tee mit Milch trinke, obwohl er findet, dass Tee mit Milch kein richtiger Tee mehr ist. Er hat trotzdem welche hineingetan.

Das macht mir Angst.

Nicht die Milch. Die Tatsache, dass er an die Milch gedacht hat.

„Ist jemand gestorben?“

Leseprobe 2

Kapitel 4

Drei Wochen später steht es noch immer dort.

Nicht durchgehend natürlich. Ungefähr jeden zweiten Abend liegt das Schachbrett zwischen Noah und mir auf dem Boden, auf meinem Bett oder auf dem Couchtisch im Wohnzimmer. Danach stellt er es zurück auf die Truhe.

Als hätte es inzwischen einen festen Platz.

Noah auch. Auf die Abende mit ihm freue ich mich inzwischen schon beim Frühstück.

„Du bist dran“, sagt er.

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„Ich weiß.“

„Seit fünf Minuten.“

„Ich überlege.“

„Du hast noch genau zwei Möglichkeiten.“

„Genau das ist das Problem.“

Noah sitzt mir auf dem Boden gegenüber. Das Fenster hinter ihm ist geöffnet und irgendwo draußen schreit ein Kind, weil es offenbar nicht nach Hause gehen möchte. Verständlich. Zum ersten Mal seit Tagen ist es richtig warm.

Leseprobe 3

Kapitel 9

Am Sonntag gründet Noah eine Gruppe.

Ich erfahre davon, während ich im Bett liege und versuche, mit einem Fuß das Ladekabel vom Boden zu angeln. Das Handy vibriert genau in dem Moment, in dem ich es fast habe.

Wieder weg.

Noah: Damit ich nicht alles zweimal schreiben muss.

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Ich öffne die Teilnehmerliste. Noah. Tristan. Ich.

Tristan: Du könntest auch mehr mit mir reden. Wir wohnen zusammen.

Noah: Du stehst gerade unter der Dusche.

Ich: Und schreibst dabei?

Tristan: Bin vielseitig.

Noah: Er steht mit einem Handtuch im Flur und tropft alles voll.

Ich: Das ist weniger beeindruckend.

Tristan: Du hast mich noch nicht im Handtuch gesehen.

Ich lache und lasse den Fuß aus dem Bett hängen. Das Kabel kann warten.

Noah: Kommst du heute Abend vorbei?

Ich: Was habt ihr vor?

Tristan: Dich einladen. Jetzt wird’s schon wieder kompliziert.

Noah: Musik. Vielleicht einen Film.

Ich: Bin dabei. Aber nur kurz.

Tristan ändert den Gruppennamen in Nur kurz.

Tristan: Damit du später nachlesen kannst, was du behauptet hast.

Ich überlege, ob ich etwas Schlagfertiges darauf antworten möchte.

Dann merke ich, dass mein Akku bei einem Prozent steht, und muss doch unter das Bett.

⁕ ⁕ ⁕

Als ich abends bei ihnen ankomme, höre ich die Musik schon im Treppenhaus. Noah öffnet und schaut kurz hinter sich.

„Wir haben angefangen“, sagt er.

„Womit?“

„Mit Streiten.“

Aus dem Wohnzimmer ruft Tristan: „Du hast gesagt, ich soll auch was hinzufügen!“

„Einzelne Lieder. Keine vier Alben.“

Ich folge ihm. Tristan sitzt auf dem Sofa, die Füße auf dem Couchtisch, das Handy in der Hand. Noah hat eine gemeinsame Playlist angelegt. Offenbar ein mutiger Schritt in dieser Freundschaft.

„Was ist das Problem?“, frage ich.

„Wir hören seit einer Stunde dieselbe Band“, sagt Noah.

Tristan sieht mich an. „Weil sie gut ist.“

„Das hier mag ich“, sage ich.

Noah bleibt neben dem Sofa stehen.

„Du solltest mir helfen.“

„Das stand nicht in der Einladung.“

Tristan grinst und nimmt die Füße vom Tisch.

„Setz dich. Du darfst bleiben.“

„Wie großzügig.“

Ich setze mich neben ihn und halte die Hand hin.

„Gib mal.“

Er reicht mir das Handy. Ich füge ein Lied hinzu, das Nala und ich seit Tagen hören, und schiebe es an die nächste Stelle.

Als es anfängt, sieht Tristan mich an.

„Ich nehme das zurück. Du musst gehen.“

Noah lässt sich auf meiner anderen Seite aufs Sofa fallen und dreht lauter.

Wir hören drei meiner Lieder, bis Tristan behauptet, er brauche eine Pause. Noah erzählt von einem Mann aus unserem Kurs, der sich im Seminar gemeldet hat, um zu erklären, warum er sich grundsätzlich nicht an Diskussionen beteiligt.

„Wie lange hat er dafür gebraucht?“, fragt Tristan.

„Neun Minuten“, sage ich.

„Du hast auf die Uhr geguckt?“

„Ich hatte gehofft, irgendwann hört er auf.“

Noah richtet sich auf.

„Ich möchte mich da bewusst nicht positionieren.“

Es ist nicht nur der Satz. Es ist die kleine Pause davor, das bedeutungsvolle Einatmen und die Art, wie er dabei an uns vorbeisieht. Ich drücke mir ein Kissen vor den Mund.

Tristan schaut zwischen uns hin und her.

„So redet der?“

„Genau so“, bringe ich heraus.

Noah hebt einen Finger.

„Wobei man natürlich auch das Nichtpositionieren als Position verstehen kann.“

„Halt die Fresse“, sagt Tristan und lacht. „Das hat er nicht gesagt.“

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